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 Reiseberichte
Saiblingsfischer ( gelöscht )
Beiträge:

17.01.2008 01:48
Abendsprung an der Mosel Zitat · antworten
Hallo Forumgemeinde,

wie jedes Jahr ging zu Christihimmelfahrt nach Ediger-Eller, einem der kleinen malerischen Orte an der schönen Mosel. Bei Hochsommerlich anmutenden Temperaturen um 25-30 C°, war es eigentlich fast Typich für die mitunter mediterane Gegend. Gemütlich beim Abendbrot mit Freunden und einem guten Glas Moselwein wollen wir eigentlich den Abend ausklingen lassen. Nun ja, da man von der Terasse aus einen guten Einblick auf die träge dahinfließende Mosel hatte, konnte ich immer wieder unter einer Weide, einen nach Anflugnahrung aufsteigenden Fisch ausmachen. Ursprünglich wollte ich meiner Holden zu Liebe, an diesem Abend nicht mehr fischen gehen.
Nachdem aber dieser "Irrgentetwas" unaufhörlich nach den Mücken trachtete, wurde ich immer unruhiger. Als meiner Allerliebsten doch nach recht kurzer Zeit auffiehl, welche Gelüste ich spürte, kam Ihr Kommentar- Na, nun geh schon. So ging es runter in die Garage, das Gerät montiert und mit einem breiten Grinsen zügig zum Wasser.


Kleine schwarze Käfer.


Vorsichtig näherte ich mich der Weide und hockte mich ins Gras, um aus der Deckung heraus die Lage zu peilen. Lange Minuten vergingen und nichts regte sich, so schossen mir die Gedanken durch den Kopf, das mein Anschleichen wohl mehr eine Scheuchwirkung hatte.
Leider konnte ich auch überhaupt keine Anflugnahrung ausmachen, was mir die ganze Sache auch nicht einfacher machte.
Plötzlich ging alles ganz schnell, ein kleiner schwarzer Käfer verlor das Gleichgewicht, fiel aus den Geäst der mächtigen Weide und landete mit einem leisen "Plopp" auf der Wasseroberfläche.


Fetter Döbel.


Meine Hände wurden ganz feucht als ich den mächtigen Rücken des alten "Dickkopfs" sah, als dieser seine gute Deckung verlies und genüsslich den Käfer einschlürfte. Total nervös kramte ich in meinenm Trockenfliegen-Sortiment um ein geeignetes Muster zu finden. Wie es nun kommen musste führte ich kein einziges Muster mit, was einem Käfer ähnlich war.
Aus der Not geboren knüpfte ich einen schwarzen 16.er Palmer ans 16.er Vorfach und hoffte darauf das ich der dümmste Bauer wäre und die dicksten Kartoffel ernten würde. Sanft setzte der Palmer Punktgenau nach wenigen Leerwürfen kurz vor der Weide auf, tieb nun Flußab und nichts passierte. Doch nachdem der Palmer das 4.te mal die Wasseroberfläche berührte, sah ich den großen Schatten aus der Tiefe kommen und wie erhofft nahm er mit einem leisen Schlürfen meinen Palmer. Mein sofortiger Anhieb wure auch promt mit einer kräftigen und wehementen Flucht quer zur Srömung beantwortet. Ein Drill der Extraklasse raubte dem Döbel und meiner Wenigigkeit über mehrere Minuten den Atem, mit gutem Ausgang für uns "beide". Mittlerweile waren auch meine Liebsten am Wasser eingetroffen, so das Sie die glückliche Landund des dicken "Dickkopfs" miterlebten. Mit 67 cm und einem geschätzten Gewicht von c.a. 6-7 Pfund, ist es der größte Döbel den ich je gefangen habe-Dank meiner so "Gnädigen" Allerliebsten !!! . Voller Anmut über den wirklich fetten Döbel setzte ich den alten Knaben wieder vorsichtig in sein Element zurück.

Nun ja, wie es kommen musste wurde der Döbel mit einer guten Flasche Beerenauslese begossen, die mir am nächsten Tag noch starke Kopfschmerzen bereiten sollte, aber das war es mir wert.
Ps. Ein Versuch auf Döbel ist die Mosel immer wert, auch wenn die Aussichten beiweitem nicht immer so Kapital sind.

MFG. Saiblingsfischer
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